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Die
Entwicklung des Technischen Hilfswerk von 1950 bis 1999
Im Jahre
1919 entstand die Technische Nothilfe (TN), die das Ziel
hatte, die öffentlichen Versorgungseinrichtungen wie
Strom, Wasser oder Gas in Krisensituationen
aufrechtzuerhalten und die Versorgung zu gewährleisten.
Die TN bestand bis nach dem Zweiten Weltkrieg und wurde
1950 aufgelöst. Der Gründer und langjährige Leiter der TN,
Otto Lummitzsch, erhielt im August 1950, vom
Bundesminister des Inneren den Auftrag, eine Organisation,
mit Freiwilligen für die Technische Hilfe im
Katastrophenschutz aufzubauen. Auf dieser Grundlage
entstand das Technische Hilfswerk. In der noch jungen
Republick entstanden überall Helfer-Gruppen des THW.
Neben dem
THW bildete man im März 1951 die
Luftschutz-Arbeitsgemeinschaft im Bund. Diese Organisation
wurde unabhängig vom THW ins Leben gerufen. Noch im selben
Jahr gründete man den Allgemeinen Luftschutzverband. Die
Westalliierten stimmten im Juli der Durchführung ziviler
Luftschutzmaßnahmen zu. Das Bundeskabinett übertrug im
November dem Bundesminister des Innern die Federführung
für den Wiederaufbau des Luftschutzes. Der Allg.
Luftschutzverband wurde umbenannt in
Bundesluftschutzverband (BLSV).
Im Frühjahr 1952 verfügte das THW bereits über mehr als
300 Ortsverbände. Je ein Landesverband wurde in den
einzelnen Bundesländern eingerichtet. Den ersten
Auslandeinsatz führte das THW im Februar des folgenden
Jahres, anläßlich der Sturmflutkatastrophe in den
Niederlanden durch. Aus mehreren Landesverbänden waren
THW-Helfer an dieser Hilfsaktion beteiligt. Auf Grund
eines Errichtungserlasses des Bundesministeruim den
Innern, erhielt das THW am 25 August 1953, den Status
einer Bundesanstalt.
Am 11.
Dezember 1953, beschloß das Bundeskabinett die Einrichtung
einer Bundesanstalt für zivilen Luftschutz (BzL).
Kontinuirlich wuchs die Zahl der Freiwilligen Helfer, die
dem THW als aktive Helfer beitraten, weiter. Im Jahre
1956, nach einer Änderung des Grundgesetzes, wurde die
Bundesregierung ermächtigt, die Bundeswehr aufzubauen, und
den Schutz der Zivilbevölkerung neu zu Regeln, womit nun
formal auch die letzten Vorraussetzungen für den
entgültigen Aufbau eines geordneten Zivilschutz in der BRD
geschaffen waren. In Bad Godesberg wurde 1957 die
Bundesdienststelle für zivilen Bevölkerungsschutz
errichtet. In dieser Bundesdienststelle wurden die
Bundesanstalt für zivilen Bevölkerungschutz (BzL), das
THW, und der zu diesem Zeitpunkt noch im Aufbau
befindliche Warndienst, organisatorisch zusammengefaßt.
Auf dem Ersten Gesetz über Maßnahmen zum Schutz der
Bevölkerung vom 09. Oktober 1957, basieren die Grundlagen
des heutigen Katastrophenschutzes, das zur Gründung einer
weiteren Hilfsorganisation, des Luftschutzhilfsdienstes (LSHD)
führte. Der Luftschutzhilfsdienst gliederte sich in die
Fachdienste:
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LS-Brandschutzdienst (LS-F) |
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LS-Bergungsdienst (LS-B) |
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LS-Sanitätsdienst (LS-SAN) |
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LS-Veterinärdienst (LS-VET) |
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LS-ABC-Dienst (LS-ABC) |
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LS-Betreuungsdienst (LS-BETR)
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LS-Lenkungs-und Sozialdienst (LS-L)
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LS-Fernmeldedienst (LS-FM) |
Mit einer
klar definierten Aufgabenzuweisung. Bundesweit sollte die
Gesamtzahl der Helferinnen und Helfer 260.000 betragen,
wobei für die überörtlichen Verbände 30.000 Helferinnen
und Helfer vorgesehen waren.
Von den Gemeinden sollte der 230.000 Helfer starke
örtliche LSHD, und von den Ländern der 30.000 Helfer
zählende überörtliche LSHD aufgestellt werden. Es kam zur
Bildung des Bundesamtes für zivilen Bevölkerungschutz (BzB),
der die im Jahr zuvor ins Leben gerufene
Bundesdienststelle für zivilen Luftschutz ablöste. Grund
hierfür war die bessere Koordinierung der
Gesamtaktivitäten des Bunde auf dem Sektor des zivilen
Bevölkerungschutzes. Viele THW-Verantwortlichen und
-Helfer hatten die Befürchtung, daß es zur Auflösung ihrer
Organisation kommen könnte, da es aus Sicht der
Bundesregierung einige triftige Gründe gab, konnten die
Befürchtungen der Helfer ausgeräumt werden, und das THW
als Bundesanstalt mit mehr als 50.000 Helfer blieb
bestehen.
Wertvolle Hilfe leisteten bei der Aufstellung des LSHD,
die bestehenden Hilfsorganisationen:
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Freiwillige Feuerwehren (LS-Brandschutz)
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Technisches Hilfswerk (LS-Bergungsdienst)
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ASB,
DRK, JUH, MHD (LS-Sanitätsdienst)
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Bundesluftschutzverband (stationäre Meßstellen des
LS-ABC-Dienst) |
Diese
Organisationen hatten nicht nur veranlaßt, daß ihre Helfer
sich dem LSHD zur Verfügung stellten, sie bildeten die
Helfer auch für den LSHD und seinen Aufgaben in ihrem
Fachgebiet aus. Jeder der im LSHD mitarbeitete, war
selbstverständlich auch weiterhin Mitglied seiner
Organisation, aus dem der Helfer zum LSHD gekommen war. Am
Aufbau der übrigen Fachdienste, wirkten zahlreiche andere
Organsiationen mit, die sich nicht auf die aufgeführten
Hilfsorganisationen stützen konnten. Der
LS-Betreuungsdienst und auch andere Fachdienste erhielten
ihre Helfer aus den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege.
Neben dem Roten Kreuz rechnen unter anderem auch die
Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Caritasverband, Innere
Mission und der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband,
mit zahlreichen Unterverbänden zu den Organisationen, die
bei der Aufstellung des LS-Betreuungsdienstes wertvolle
Hilfe leisteten.
Besonders
Frauen und jungen Mädchen wurde Gelegenheit zur Mitarbeit
im LS-Betreuungsdienst oder auch in anderen Fachdiensten
geboten. Im LSHD war die Mitarbeit freiwillig, unter
besonderen Umständen sollte eine Notdienstverpflichtung
eingeführt werden, um den großen Kräftebedarf abzudecken.
Das THW wurde praktisch dort, wo es mit einem Ortsverband
(OV) vertreten war, mit den Aufgaben des Bergungsdienst im
LSHD beauftragt. Viele THW-Helfer waren somit auch
LSHD-Angehörige.
Nicht alle Mitglieder der etabliierten Hilfsorganisationen
waren bereit sich dem LSHD zu unterstellen, da man in ihm
eine paramilitärische Organisation sah, die sie
prinzipiell ablehnten, oder allzu schlimme Erinnerungen,
aus den Kriegsjahren mit dem Begriff "Luftschutz" verband.
Andere sahen einfach die Notwendigkeit einer LSHD
Dachorganisation nicht ein oder sie hatten die
Befürchtung, daß Ausbildung und Hinwendung in ihrer
Oragnisation zu sehr auf einen eventuellen
Verteidigungsfall ausgerichtet sein könnte. Für die
meisten Helfer war die Mitarbeit im LSHD jedoch
selbstverständlich, da sich hier auch Vorteile ergaben.
Den verschiedenen Organistionen stellte der LSHD die oft
fehlenden Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände zur
Verfügung.
Gerade diejenigen THW-Ortsverbände die nicht über
organisationeigene Kraftfahrzeuge verfügten, waren
besonders empfänglich für das Werben des LSHD. Im Falle
des Beitritts zum LSHD, wurden Material und Fahrzeuge zur
Verfügung gestellt, es bestand schließlich ein enormer
Nachholbedarf und dies sogar im Bezug auf Schutzkleidung
und persönlicher Ausrüstung der Helfer. Noch während des
Aufbau des LSHD, war auch die Schaffung eines
hauptamtlichen Zivilschutzkorps (ZSK) angestrebt gewesen.
Dieses hauptamtliche Zivilschutzkorps scheiterte jedoch,
da der Bundestag nicht bereit war die hierfür
erforderlichen Mittel zu bewilligen.
Dieser Umstand und einige Schwächen im LSHD-System waren
für das Bundesministerium des Innern Anlaß zur
Neukonzeption des Zivil- und Katastrophenschutz. Hieraus
entstand dann das "Gesetz über die Erweiterung des
Katastrophenschutz", das vom Bundestag im Juni 1968
verabschiedet wurde und den Übergang des LSHD in den neuen
Katastrophenschutz zur folge hatte.
Die
ersten Fahrzeuge des Technischen Hilfswerk
Nachdem
1950 das THW gegründet war, galt es die
Einsatzbereitschaft der Einheiten möglichst bald
herzustellen. Auf vollen Touren lief zu diesem Zeitpunkt
die Mitgliederwerbung, aus den Helfergruppen entstanden
überall reguläre Ortsverbände, zügig wurde eine
bundesweite Infrastrukrur aufgezogen. Um qualifizierte
Hilfeleistungen in Notsituationen durchzuführen, genügte
es nicht eine ausgebildete und motivierte Truppe
vorzuhalten. Auch eine ausreichende und dem Einsatzzweck
entsprechende Ausstattung an technischen Gerät war
unerläßlich, die Einheiten sollten darüber hinaus mobil
und motorisiert sein. In der geschäftsführenden
THW-Hauptstelle erarbeitete ein kleiner Mitarbeiterstab
daher ein Konzept für die Ausstattung der THW-Einheiten
mit Gerätschaften und Fahrzeugen. Aus zwei verschiedenen
Gründen verzichtete man auf die Entwicklung von
Spezialfahrzeugen: Zum einem waren die Mittel für die
Beschaffung sehr knapp bemessen, zum anderen sollten den
Einsatzkräften schnellst möglich die Fahrzeuge und die
Ausrüstung zur Verfügung stehen. Um dieses Problem zu
lösen, griff man bei der Erstausstattung der Helfer auf
die in der Privatwirtschaft und bei Behörden bewährten
handelsüblichen Liefer- und Lastwagen zurück, um die
Fahrzeuge mit möglichst geringem Aufwand den Bedürfnissen
des THW anzupassen. Diese Kraftfahrzeuge bildeten die
"ersten" motorisierten Bereitschaftszüge (mot.BZ), mit
denen die technische Ausrüstung samt Helfer im Falle eines
Falles schnell zum Einsatzort gelangen konnten. Als erste
Bereitschaftsfahrzeuge für das THW wurden drei Fabrikate,
Tempo, Opel und Ford ausgewählt.
Aus diesen wurden drei verschiedene motorisierte
Bereitschaftszüge gebildet:
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Tempo -
Zug |
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Opel -
Zug |
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Ford
-Zug |
Die
mitgeführten Geräte und Werkzeuge waren auf allen drei
Zügen gleich. Zur Behebung von Schäden an Strom, Gas /
Wasser und an Abwasserleitungen und entsprechenden
Verteileranlagen bildete das THW in der Anfangszeit
spezielle "Netz- und Werkgruppen", die auch als Besondere
Technische Dienste bezeichnet wurden. Aus diesen Gruppen
entstand der Instandsetzungsdienst ( I-Dienst), der bis
zum Neukonzept des THW diese Bezeichnung beibehielt.
Gewaltigte Unterschiede gab es, bundesweit gesehen, in der
Ausstattung mit Kraftfahrzeugen und Material der einzelnen
Ortsverbände. Den THW-Helfern stand vielerorts als
Fahrzeug nur eine Schubkarre zur Verfügung. Diese
Ortsverbände beschafften dann selbst gebrauchte
Kraftfahrzeuge, die dann umlackiert und mit dem THW-Emblem
versehen wurden. Das wichtigste Fahrzeug war der VW-Kombi,
der in den meisten Ortsverbänden als Mehrzweckfahrzeug
(Mannschaftswagen und Gerätetransporter) gute Dienste
leistete.
Anfang der 50er Jahre wurden die ersten Gerätekraftwagen (GKW)
auf Magirus A 3500 aufgebaut die einen Deutz Dieselmotor
mit 85PS besaßen. Ab 1955 wurde der Gerätekraftwagen auf
einem Borgward B 4500A Fahrgestell aufgebaut, der Koffer
wurde nahezu unverändert vom Magirus A 3500 übernommen.
Nachdem die Borgwardgruppe in Konkurs ging und diese die
Produktion eingestellt hatte, lieferte Magirus Deutz den
Magirus Mercur 120D10 ab 1960 der ab 1964 als Mercur 120
A-L bezeichnet wurde, an den Bund, der die Fahrgestelle
beim Aufbau-Hersteller Voll in Würzburg mit einem
Kofferaufbau bestücken ließ.
Die ersten Mannschaftskraftwagen (MKW) wurden auf dem
Borgward 2500A beschafft, der Aufbau war analog zu dem des
GKW gebaut. Nachdem die Borgward-Gruppe in Konkurs
gegangen war wurden weiter Mannschaftswagen durch die
Firma Büssing unter dem Namen Borgward in Lizens gebaut.
Ab 1962 wurden die Mannschaftskraftwagen dann auf Hanomag
A-L 28 (Rundhauber) sowie ab 1964 auf dem Hanomag A-L 28
Eckhauber aufgebaut diese Fahrzeuge wurden dann 1972 durch
den Mannschaftskraftwagen MKW 72 auf Mercedes Benz 911
abgelöst. Die Mannschaftskraftwagen auf Hanomag A-L 28
waren noch bis mitte der 80er Jahre im THW vorhanden. Die
Gerätekraftwagen wurden mitte der 70er Jahr durch den
Mercedes Benz 1113 sowie dem Magirus Deutz 110D bzw 170
abgelöst. Als Zugtruppkraftwagen wurden verschiedene
Fahrzeuge, wie VW-Bus oder Ford Transit verwendet. Bei den
Lastkraftwagen wurden Magirus / Mercedes oder auch MAN
Fahrzeuge verwendet.
Heute werden nur noch Standarttypen wie der GKW 1 und GKW
2 verwendet. Bei den Fernmeldezügen war die Ausstattung
recht unterschiedlich. Die Funkkraftwagen waren zum Anfang
noch auf Borgward Fahrzeugen aufgebaut, die später durch
Hanomag Fahrzeuge abgelöst worden sind. Mitte der 70er
Jahr ging man dazu über Funkwagen auf Basis des VW-Bus zu
beschaffen. Später folgten dann die Geräte und
Betriebskraftwagen auf Mercedes Benz 407D (GBKW) und der
Ford Transit als Funkkraftwagen.
Das
THW-Neukonzept
Im Jahre
1994 wurde die Struktur des Technischen Hilfswerk aufgrund
der neuen sicherheitpolitischen Situation in der
Bundesrepublik Deutschland neu geregelt. Hieraus entstand
dann das Neukonzept für das THW, welches vom damaligen
Bundesinnenminister Manfred Kanther veranlaßt wurde.
Dieses Neukonzept war unbedingt erforderlich gewesen,
wegen der ebenfalls veränderten Anforderungen des THW bei
größeren oder langwierigen Katastrophen oder
Schadenslagen.
Die bisherige Struktur der Ortsverbände und der Einheiten,
sowie die Kraftfahrzeug und Materialausstattung entsprach
nicht mehr den Anforderungen . Dies mag vielleicht ein
Grund gewesen sein, der andere nicht in Erscheinung
getretene Grund liegt sehr wahrscheinlich darin, daß der
Bund sich aus einigen Bereichen des Katastrophenschutz
ausklinken wollte, und dies nur der Vorwand war. Denn bis
zum Neukonzept wurde auch ein Teil der ABC-Züge und der
Fernmeldezüge durch das THW betrieben.
Die ABC-Züge des THW wurden allesamt aufgelöst und an die
Feuerwehren abgegeben. Die Kraftfahrzeuge und die
Geräteausstattung wurde hier den einzelnen Feuerwehren
überlassen. Aus dem alten ABC-Zug wurde bei der Feuerwehr
dann der Löschzug-Gefahrgut. Die Fernmeldezüge wurden auf
verschiedene Hilfsorganisationen verteilt, wie z.B.
Malteser, Johanniter Unfall Hilfe und das Deutsche Rote
Kreuz, aber auch diverse Feuerwehren erhielten die
Ausstattung der FM-Züge.
Das THW erhielt je Geschäftsführerbereich (GFB) eine
Fachgruppe Führung / Kommunikation. Die Fachgruppe FüKom
entstand zum Teil aus den alten Fernmeldezügen.
Die Fachgruppe FüKom kommt immer dann zum Einsatz wenn
mehr als zwei Technische Züge sich im Einsatz befinden.
Die
neuen Strukturen im Technischen Hilfswerk
Als
Grundlage für das Neukonzept dienten dem BMI die
Strukturen der einzelnen Bundesländer. Der
Spezialierungsvorteil des THW liegt in Bereichen, in denen
die Behörden und Stellen des Bundes, der Länder, der
Kommunen und die öffentlichen Unternehmen Schäden entweder
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quantitativ |
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qualitativ oder |
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zeitgerecht |
nicht
beseitigen können. In solchen Fällen kann die nötige
Fachkompetenz des THW zeitgerecht und dem Aufwand
entsprechend eingesetzt werden. Das THW kann in der Regel
im Katastrophenfall dann die Kräfte der alltäglichen
Gefahrenabwehr ergänzen oder ablösen, wenn die Einheiten
THW spezifische Aufgaben zu erledigen haben.
Der
THW-Ortsverband
Der
Ortsverband ist die Keimzelle des THW als Helfer und
Einsatzorganisation. Er nimmt auch die wichtigste Stufe
des Gefahrenabwehr-Managements im THW ein. Aus diesem
Grund wurde aus der Ortsverband-Führung der
Ortsverband-Stab gebildet, der nun zusätztliche und
höherwertige Aufgaben wahrnimmt. Dementsprechend wurde der
Ortsverband-Stab personell verstärkt und umstrukturiert.
Er besteht heute aus folgenden Peronen:
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Ortsbeauftragter |
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Stellvertretenter Ortsbeauftragter
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OV-Ausbildungsbeauftragter, zugleich
Fachberater/Verbindungsmann beim Stab KatS-Behörde,
der TEL oder einer anderen Behörde
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Verwaltungshelfer |
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Schirrmeister |
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Helfer
für Öffentlichkeitsarbeit und Helferwerbung
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Jugendbetreuer |
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OV-Koch
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Das vom
THW zu bewältigende Einsatzspektrum erfordert in jedem
Ortsverband eine Mindestvorhaltung von einem Technischen
Zug (TZ) mit drei Gruppen der unterschiedlichsten
Ausstattung. Durch das Neukonzept unterscheidet man die
Einheiten als:
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Örtliche
Einheiten mit mindestens einem Technischen Zug
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Überörtliche Facheinheiten für die technische
Schwerpunktbildung, bei Bekämpfung von Wassergefahren-
und schäden, zur Ortung, Räumung sowie zur
Elektroversorgung. Hierzu gehören auch die THW
Einheiten Führung, Kommunikation und Logistk.
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Überregionale Facheinheiten für Katastrophen größeren
Ausmaßes und Auslandeinsätze sowie für besondere
Schadensfälle im Rahmen der Sicherstellung der
Wasserversorgung, der Ölschadensbekämpfung bzw. des
Umweltschutzes und des Bräckenbaus.
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Für die
Schnelleinsatzheiten Bergung im Ausland (SEEBA ) stehen
sechs weitere Fachgruppen SEEBA zur Verfügung.
Taktische Einheiten des THW
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Technischer Zug
Der TZ leistet umfassende technische Hilfe zur Rettung
von Menschen und Tieren sowie zur Erhaltung von
Sachwerten bei Gefahrenlagen, einschließlich
Wassergefahren. Er führt Erkundungs-, Sicherungs- und
Bergungsarbeiten im Schadensbereich durch, überbrückt
vorübergehende ausgefallene Ifrastruktur (Versorgung),
leistet Räumarbeiten und richtet Wege und Übergänge
her. Ferner unterstützt er Behörden, Organisatonen und
andere Stellen bei der Gefahrenabwehr.
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Fachgruppe Infrastrukur
Diese Fachgruppe sichert und ermöglicht den Einsatz
der Einheiten des Brandschutz der Bergung, des
Sanitätswesen und anderer Hilfskräfte bei Gefahren
durch schadhafte Ver- und Entsorgungssysteme. Sie
führt zur Beseitigung von Gefahren und Notlagen
notwendige Sicherungs- oder Absperrmaßnahmen an
Elektro-, Wasser-, Gas- und Abwasserleitungen auf
Ebene des Hausanschluß und -installationen durch. Sie
setzt wichtige Verteiler und Verbraucheranlagen wieder
instand, richtet Elektro-, Wasser- und Abwassersysteme
in Notunterkünften und Einrichtungen öffentlichen
Interesses ein und stellt die Stromversorgung von
Einsatzgeräten an der Schadensstelle sicher. Sie wirkt
beim Betrieb von Notbrunnen mit und arbeit technisch
und personell mit Ver- und Entsorgungsunternehmen
zusammen. |
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Fachgruppe Räumen
Die Fachgruppe Räumen beseitigt Hindernisse und
Trümmer oder ebnet diese ein, schafft Zu-und
Abfahrtswege für die eigene Einheit oder für andere
Hilfskräfte. Sie unterstützt das Vordringen zu
Eingeschlossenen oder Verschüteten (durch Anheben,
Zerkleiner oder Beseitigen großer Trümmer,
Aushubarbeiten etc) und führt unaufschiebabre
Sicherungsarbeiten (Niederlegen, Einebnen) an
einsturzgefährdeten Gebäude- oder Bauwerksteilen
durch.
Ferner führt sie Sprengarbeiten durch und unterstützt
andere Hilfskräfte. |
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Fachgruppe Ortung
Die Fachgruppe Ortung erkundet Schadensgebiete und
ortet Verschüttete und Eingeschlossene mittels
technischer Ortungsgeräte und durch den Einsatz
ausgebildeter und geprüfter Rettungshunde. Sie
unterstützt insbesondere Bergungseinheiten bei der
Erfüllung ihrer Aufgaben. |
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Fachgruppe Wassergefahren
Die Fachgruppe Wassergefahren rettet Menschen und
Tiere und birgt Sachwerte aus Wassergefahren. Bei
Hochwasser wirkt sie zusammmen mit anderen
Hilfskräften bei der Versorgung der Bevölkerung mit
und transportiert schwere Lasten. Hierzu betreibt sie
Mehrzweckwasserfahrzeuge und baut schwimmfähige
Arbeitplattformen.
Ferner wirkt sie bei der Damm- und Deichsicherung mit.
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Fachgruppe Elektroversorgung
Die Fachgruppe Elektroversorgung betreibt temporäre
Netzersatzlagen für Notunterkünfte gemeindliche
Energieversorgunganlagen, Einrichtungen und Betriebe
öffentlichen Interesses sowie für andere Hilfskräfte.
Sie führt zur Behebung von Gefahren und Notständen
unaufschiebbare Reparaturarbeiten an Elektrischen
Versogungsanlagen durch. |
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Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen
Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen führt zur Behebung
und Eindämmung von Gefahren bei Überflutungen und
Überschwemmungen größeren Ausmaßes Pump und
Lenzarbeiten durch, beseitigt Abwasser aus den
Schadensgebieten (u.a. durch Absperren und
Pumparbeiten im Bereich der Kanalisation) und bekämpft
schädigend eindringendes Schmutzwasser (z.B. in
Kellern, Schutzräumen, Brunnen, Verkehrsanlagen und
anderen Anlagen öffentlichen Interesses). Sie wirkt
bei der Abwasserbeseitigung in Notunterkünften und
Betreuungsstellen mit und setzt beschädigte Teile von
Abwassersystem instand.
Sie wirkt wie die Fachgruppe Wassergefahren bei der
Damm und Deichsicherung mit. |
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Fachgruppe Trinkwasserversorgung
Die Fachgruppe Trinkwasserversorgung betreibt
Wasserversorgung in Großschadenslagen mittels
Trinkwasseraufbereitungsanlagen, transportiert und
verteilt Trinkwasser für die betroffene Bevölkerung,
Notunterkünfte, gemeindliche Versorgungsanlagen,
Einrichtungen und Betrieben öffentlichen Interesses,
sowie andere Hilfskräfte, insbesondere auch im Rahmen
der humanitären Hilfe im Ausland. Sie führt zur
Behebung von Gefahren und Notständen unaufschiebbare
Instandsetzungarbeiten an Wasserversorgungsanlagen
durch baut Wasserförderstrecken und Behelfsbrunnen.
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Fachgruppe Ölschaden
Die Fachgruppe Ölschaden bekämpft und beseitigt
Ölschäden größeren Ausmaßes insbesondere im Rahmen der
humanitären Hilfe im Ausland, auf dem Land und auf
Gewässern (durch Absaugen von Öl von Wasserflächen,
Straßen etc, Eindämmen durch Ölsperren, Abdichten von
Lecks), füllt Mineral&oml;l um, fängt ausgelaufenes Öl
auf, separiert Wasser von Öl und transportiert
geborgenes Öl zu Entsorgungsstellen.
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Fachgruppe Brückenbau
Die Fachgruppe Brückenbau errichtet temporäre
Übergänge und Brücken und repariert zerstörte
Brückenteile für die Bevölkerung, bei
Fluchtbewegungen, zur Aufrechterhaltung der
lebenswichtigen Versorgung, für die Einheiten des THW
und für andere Hilfskräfte im Rahmen der humanitären
Hilfe im Ausland. Ferner führt sie verschiedene
Transorte zur Unterstützung der Einsatzkräfte
(Baumaterial, Geräte, Maschinen etc.) und zur
Versorgung der Bevölkerung (Unterbringungsmaterial,
Bekleidung) durch und unterstützt andere Hilfskräfte,
z.B. durch Kranarbeiten. |
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Fachgruppe Logistik
Die Fachgruppe Logistik versorgt die Einheiten und
Einrichtungen des THW mit Verpflegung und
Verbrauchsgütern einschließlich Betriebsstoffen. Sie
führt in den Einheiten und Einrichtungen des THW
Reparatur und Wartungsarbeiten, auch außerhalb von
Einsätzen durch, die von diesen nicht selbst erledigt
werden können. Ferner übernimmt sie allgemeine
Transportaufgaben.
Bei der Vorbereitung und Durchführung von
Auslandseinsätzen des THW übernimmt sie die
erforderlichen Aufgaben der Versorgung und
Instandsetzung. |
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Fachgruppe Führung/Kommunikation
Die Fachgruppe Führung/Kommunikation führt die
Einheiten des THW im Großschadensgebiet. Hierzu
richtet sie eine Einsatzleitung ein und betreibt
diese. Sie erstellte und betreibt Funk- und
drahtgebundene Fernmeldeverkehrskreise zu der
örtlichen bzw. überörtlichen Einsatzleitung der
Gefahrenabwehrbehörde her. Ferner unterstützt sie
fernmeldetechnisch andere Hilfskräfte.
Im Auslandseinsatz übernimmt sie die Kommunikation
zwischen Einsatzort und Deutschland und innerhalb des
Einsatzlandes. |
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Fachgruppe Schnell Einsatz Einheit für Bergung im
Ausland SEEBA
Die Fachgruppe SEEBA setzt sich aus verschiedenen
Fachgruppen des THW zusammen. Die Ausstattung der
SEEBA ist Luftverlastbar.
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